

Hinweise auf kulturelle Veranstaltungen
Auf dieser Seite finden Sie Hinweise auf kulturelle Veranstaltungen, auf Bücher, Filme, Ausstellungen, etc., die Ihnen die-politikerin Irène Marti Anliker besonders empfehlen kann. Gerne nehmen wir Ihre Anregungen entgegen!
progr Zentrum für Kulturproduktion aktuelle Agenda
Circus Monti, wie jedes Jahr bezaubernd, kunstvoll, ein Genuss
Historisches Museum Bern Mord und Totschlag - Eine Ausstellung über das Leben
Kunstkeller Bern aktuelle Ausstellung ab 21.10. 2011 Regina Saura
Folgende Bücher kann Ihnen Irène Marti Anliker besonders empfehlen
Anliker Peter, Jungrau-Aletsch: Wandern am Rande des Welterbes, Outdoor Handbuch aus der Reihe "Der Weg ist das Ziel", Conrad Stein, Welver, 2011
Ein Wanderführer, angereichert mit vielen Bezügen zur Kultur und Geschichte dieser Gegend
Geiger Arno, Der alte König in seinem Exil, Hanser, München, 2011
Eine berührende Geschichte über den Alltag eines alten Mannes, der an Demenz erkrankt ist. Arno Geiger begleitet seinen Vater, beschreibt einfühlsam und präzise. Er vermittelt uns ein realistisches Bild darüber, was die Krankheit Demenz für die Betroffenen und ihre Familien bedeutet. Trotz allem: der Mensch bleibt ein Mensch mit seiner Vergangenheit, Eigenheit und Würde.
Bennet Alan, Die souveräne Leserin, Wagenbach, berlin, 2008
Deises schmale Büchlein hat mir luftig-leichts Lesevergnügen gebracht. Alle, die gerne lesen fühlen sich gut verstanden.
Zimmermann Katharina, Kein Zurück für Sophie W., Roman, Zytglogge, Bern 2000
Die Geschichte einer Frau aus dem Berner Oberland. Eindrücklich wird dargestellt, wie erdrückend sich patriarchale Strukturen auf Frauen auswirk(t)en, wie menschenverachtend diese Denk- und Lebensweise ist.
Petterson Per, Pferde stehlen, Roman, Hanser, München, 2006
Ein alter Mann richtet sich an einem neuen Ort für seinen letzten Lebensabschnitt ein. Äussere und innere Bilder setzen die Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte in Gang. Der Roman aus dem Norden Europas ist Literatur, welche die Seele der Lesenden berührt.
Frederiksson Marianne, Die Jahre mit Jan, Roman, Fischer, Frankfurt am Main, 2006
In dieser Liebesgeschichte treffen Intuition und Gefühle auf Rationalität und Wissenschaft. Zwei Menschen versuchen zueinander zu finden. Eine Frau versucht eine traumatisierende Kindheit hinter sich zu lassen.
Die aktuelle Lesefrucht, diesmal schon ziemlich angegraut, aber trotzdem immer noch aktuell:
"Es scheint mir die unabweisbare Pflicht jedes rechten Bürgers [und natürlich insbesondere jeder linken Bürgerin!, Zusatz Irène Marti] zu sein, an solchen Tagen [gemeint sind Wahltage] nicht zu Hause zu bleiben, sondern durch den Gang an die Stimmurne zu beweisen, daß das öffentliche Wohl eine ernste Angelegenheit ist, die allen anderen Rücksichten vorgeht. Nehmen Sie an, zwei Freunde, die in politischen Dingen zufälligerweise entgegengesetzter Meinung wären, würden für eine solche Abstimmung einen gemeinsamen Ausflug verabreden, der beide von der Stimmurne entfernt hielte; nehmen Sie ferner an, so machte es nicht bloß ein Freundespaar, sondern eine derartige leichte Auffassung der Bürgerpflicht würde zur Regel und es zögen an schönen Sommertagen die jungen Bürger zu Hunderten aufs Land hinaus, was ja in der Tat viel angenehmer ist, als in der Stadt das Abstimmungslokal zu besuchen - wem bliebe dann schließlich die Entscheidung über die Angelegenheiten der bürgerlichen Gesellschaft überlassen? Jenem Häuflein ehrgeiziger Wähler, jenen Agitatoren, die aus der Politik eine Sache persönlichen Strebertums machen. Und wenn man dann heimkäme von irgend einem genußvollen Ausfluge, so hätte man als häßlichen Nachgeschmack die Mitteilung hinzunehmen, daß unterdessen eine wichtige Abänderung des ganzen bürgerlichen Haushaltes hinter unserem Rücken sei ausgeführt worden von einer kleinen entschlossenen Minderheit, die wie jene geheime Maffia in Sizilien die Mehrheit der Bürger terrorisiert durch Disziplin. Möchte dann immerhin der Ausfall der Wahlen in der Sache derselbe sein, wie ich einzelner für meine Person ihn gewünscht habe, es wäre doch demütigend, dergleichen hinzunehmen als eine Tatsache, zu der man selbst in keiner Weise etwas beigetragen. Und vollends vom demokratischen Standpunkt wäre ein solches Verhalten verwerflich. Die Demokratie hat ja nur insofern Sinn, als sie wirklich der Ausdruck der großen Mehrheit der Bevölkerung ist."
aus: Joseph Viktor Widmann, Die Patrizierin, Lebensbild aus der bernischen Gesellschaft vor 1900 (geschrieben 1888), zitiert nach der gekürzten Ausgabe "Gute Schriften", Bern 1950, Seite 97f
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