

Hinweise auf kulturelle Veranstaltungen
Auf dieser Seite finden Sie Hinweise auf kulturelle Veranstaltungen, auf Bücher, Filme, Ausstellungen, etc., die Ihnen die-politikerin Irène Marti Anliker besonders empfehlen kann. Gerne nehmen wir Ihre Anregungen entgegen!
"durch die Blume..." Samuel Buri, Dieter Hall, Stefan Haenni, Shirana Shahbaz, Urs Stoos. Galerie Martin Krebs.
Münstergase 43 3011 Bern. 14. Januar - 21. Februar 2009
Folgende Bücher kann Ihnen Irène Marti Anliker besonders empfehlen
Zimmermann Katharina, Kein Zurück für Sophie W., Roman, Zytglogge, Bern 2000
Die Geschichte einer Frau aus dem Berner Oberland. Eindrücklich wird dargestellt, wie erdrückend sich patriarchale Strukturen auf Frauen auswirk(t)en, wie menschenverachtend diese Denk- und Lebensweise ist.
Köchli Yvonne-Denise (Hrsg.), Frauen, wollt ihr noch 962 Jahre warten? - Micheline Calmy-Rey über echte Chancengleichheit, Xanthippe, Zürich, 2006
Das Buch entstand 2006 aus Anlass des Vierfachjubiläums
35 Jahre Frauenstimm- und -wahlrecht
25 Jahre "Gleiche Rechte für Mann und Frau" in der Verfassung
15 Jahre Frauenstreik
10 Jahre Gleichstellungsgesetz
In diesem spannenden Sachbuch werden die Frauen von Michelin Calmy-Rey ermutigt, den Gleichstellungsweg zu Ende zu gehen. In einer Chronologie werden 35 Jahre Frauengeschichte in der Schweiz beschrieben. Wir finden 35 Buchbesprechungen, welche die Geschichte der Frauen in der Schweiz in den letzten 35 Jahren und das neue Selbstverständnis der Frauen dokumentieren.
Petterson Per, Pferde stehlen, Roman, Hanser, München, 2006
Ein alter Mann richtet sich an einem neuen Ort für seinen letzten Lebensabschnitt ein. Äussere und innere Bilder setzen die Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte in Gang. Der Roman aus dem Norden Europas ist Literatur, welche die Seele der Lesenden berührt.
Frederiksson Marianne, Die Jahre mit Jan, Roman, Fischer, Frankfurt am Main, 2006
In dieser Liebesgeschichte treffen Intuition und Gefühle auf Rationalität und Wissenschaft. Zwei Menschen versuchen zueinander zu finden. Eine Frau versucht eine traumatisierende Kindheit hinter sich zu lassen.
Suter Martin, Ein perfekter Freund, Roman, Diogenes, Zürich 2003
Einem jungen Mann fehlen nach einer Kopfverletzung 50 Tage seines Lebens. Rund um diese Amnesie entwickelt sich die Geschichte zu einem spannenden Krimi.
Die aktuelle Lesefrucht, diesmal schon ziemlich angegraut, aber trotzdem immer noch aktuell:
"Es scheint mir die unabweisbare Pflicht jedes rechten Bürgers [und natürlich insbesondere jeder linken Bürgerin!, Zusatz Irène Marti] zu sein, an solchen Tagen [gemeint sind Wahltage] nicht zu Hause zu bleiben, sondern durch den Gang an die Stimmurne zu beweisen, daß das öffentliche Wohl eine ernste Angelegenheit ist, die allen anderen Rücksichten vorgeht. Nehmen Sie an, zwei Freunde, die in politischen Dingen zufälligerweise entgegengesetzter Meinung wären, würden für eine solche Abstimmung einen gemeinsamen Ausflug verabreden, der beide von der Stimmurne entfernt hielte; nehmen Sie ferner an, so machte es nicht bloß ein Freundespaar, sondern eine derartige leichte Auffassung der Bürgerpflicht würde zur Regel und es zögen an schönen Sommertagen die jungen Bürger zu Hunderten aufs Land hinaus, was ja in der Tat viel angenehmer ist, als in der Stadt das Abstimmungslokal zu besuchen - wem bliebe dann schließlich die Entscheidung über die Angelegenheiten der bürgerlichen Gesellschaft überlassen? Jenem Häuflein ehrgeiziger Wähler, jenen Agitatoren, die aus der Politik eine Sache persönlichen Strebertums machen. Und wenn man dann heimkäme von irgend einem genußvollen Ausfluge, so hätte man als häßlichen Nachgeschmack die Mitteilung hinzunehmen, daß unterdessen eine wichtige Abänderung des ganzen bürgerlichen Haushaltes hinter unserem Rücken sei ausgeführt worden von einer kleinen entschlossenen Minderheit, die wie jene geheime Maffia in Sizilien die Mehrheit der Bürger terrorisiert durch Disziplin. Möchte dann immerhin der Ausfall der Wahlen in der Sache derselbe sein, wie ich einzelner für meine Person ihn gewünscht habe, es wäre doch demütigend, dergleichen hinzunehmen als eine Tatsache, zu der man selbst in keiner Weise etwas beigetragen. Und vollends vom demokratischen Standpunkt wäre ein solches Verhalten verwerflich. Die Demokratie hat ja nur insofern Sinn, als sie wirklich der Ausdruck der großen Mehrheit der Bevölkerung ist."
aus: Joseph Viktor Widmann, Die Patrizierin, Lebensbild aus der bernischen Gesellschaft vor 1900 (geschrieben 1888), zitiert nach der gekürzten Ausgabe "Gute Schriften", Bern 1950, Seite 97f
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